
Gespräch mit:
Patrick Viol
Mitmenschlichkeit im Gedenken.
Kritik »wärmender« Erinnerungskultur.


Gespräch mit:
Patrick Viol




Gespräch mit:
Steffen Klävers




Gespräch mit:
Jan Gerber




Gespräch mit:
Nina Rabuza









„Das Entscheidende ist ja nicht ·33, das Entscheidende ist der Tag gewesen, an dem wir von Auschwitz erfuhren. Erst haben wir es nicht geglaubt und dann haben wir es ein halbes Jahr später doch geglaubt, weil es uns bewiesen wurde. Und das ist der eigentliche Schock gewesen. […] Da ist irgendetwas passiert, womit wir alle nicht mehr fertig werden“, sagte Hannah Arendt in einem Interview 1962.
Mit Auschwitz nicht mehr fertig zu werden könnte heißen: Jedes Denken und Handeln, jede Kultur ist durch die Tatsache gebrochen, dass Auschwitz geschehen konnte. Von Auschwitz – der Shoah – geht eine Erschütterung aus, die uns und unsere Gesellschaft auch heute bis ins Tiefste durchdringt.
Der Podcast „… womit wir alle nicht mehr fertig werden.“ plädiert dafür, diese Erschütterung im Gedenken an die NS-Zeit zu zentrieren und versucht zu erforschen, weshalb diese Auffassung im Schwinden begriffen ist. Er fragt danach, welche Auswirkungen die gegenwärtige Erinnerungskulturwende (Öffnung, Bewegung, Multiperspektivität, Gegenwartsbezug, Konstruktivismus ...) hinsichtlich der Befassung mit Antisemitismus und der Formulierung einer kritischen Gesellschaftstheorie hat.
Der Podcast wird betrieben von Timon Wißfeld, Designtheoretiker und -philosoph mit Schwerpunkt kritische Gesellschaftstheorie. Er arbeitet als Grafik- und Ausstellungsgestalter für NS-Gedenkstätten, Museen und gedenkpolitische Initiativen.